Community-Richtlinien
Stand: 21. Juli 2026
Diese Richtlinien gelten für alle Inhalte auf shiver: Videos, Titel, Beschreibungen, Hashtags, Kommentare, Profilnamen, Profilbilder, Biografien und Direktnachrichten. Sie sind Teil der Nutzungsbedingungen und beschreiben in allgemein verständlicher Sprache, was auf shiver erlaubt ist, wie wir Verstöße feststellen und was passiert, wenn wir einen Verstoß feststellen.
Ein Grundsatz vorweg: Sie sind für das verantwortlich, was Sie veröffentlichen. Sie dürfen nur Inhalte hochladen, an denen Sie die erforderlichen Rechte haben, und nur solche, die keine Rechte Dritter und keine Gesetze verletzen. Das Mindestalter für die Nutzung von shiver beträgt 16 Jahre.
Was auf shiver nicht erlaubt ist
1. Sexualisierte Darstellungen von Minderjährigen
Absolut und ausnahmslos verboten sind Darstellungen sexuellen Missbrauchs oder sexueller Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen, deren Bewerbung, deren Verbreitung, Links darauf sowie jede Kontaktaufnahme zu Minderjährigen in sexueller Absicht (Grooming) und jede Form von Sextortion. Solche Inhalte werden entfernt, das Konto wird dauerhaft gesperrt und der Vorfall wird den Strafverfolgungsbehörden gemeldet. Einzelheiten stehen auf der Seite Kinderschutz.
2. Pornografie und sexuell explizite Inhalte
shiver ist keine Plattform für Pornografie. Nicht erlaubt sind explizite Darstellungen sexueller Handlungen, Darstellungen der Geschlechtsteile zu sexuellem Zweck sowie sexualisierte Inhalte, die ohne Einwilligung der abgebildeten Person entstanden oder verbreitet werden (etwa heimliche Aufnahmen oder sogenannte Rachepornos). Nacktheit in künstlerischem, dokumentarischem, medizinischem oder aufklärendem Zusammenhang beurteilen wir im Einzelfall.
3. Gewaltdarstellungen
Nicht erlaubt sind Darstellungen schwerer realer Gewalt gegen Menschen oder Tiere, die verherrlichend, verharmlosend oder auf Schockwirkung angelegt sind, sowie Aufnahmen von Tötungen, schweren Verletzungen und Misshandlungen ohne erkennbaren dokumentarischen Wert. Ebenfalls verboten sind Aufrufe zu Gewalt, Gewaltandrohungen und die Verherrlichung von Gewalttaten und ihren Tätern (§ 131 StGB). Terroristische Inhalte, Propaganda für terroristische Vereinigungen und das Werben um Mitglieder oder Unterstützer entfernen wir sofort (§§ 89a, 91, 129a, 129b StGB, Verordnung (EU) 2021/784).
4. Hass und Diskriminierung
Nicht erlaubt sind Inhalte, die Personen oder Gruppen wegen Herkunft, Hautfarbe, Staatsangehörigkeit, Religion, Weltanschauung, Behinderung, Geschlecht, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität oder Alter herabwürdigen, zum Hass gegen sie aufstacheln oder ihre Menschenwürde angreifen. Verboten sind außerdem die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen (§ 86a StGB), die Leugnung oder Verharmlosung des Holocaust und anderer Völkermorde sowie volksverhetzende Inhalte im Sinne des § 130 StGB.
5. Belästigung und Mobbing
Nicht erlaubt sind Beleidigungen, üble Nachrede und Verleumdung, gezielte wiederholte Anfeindungen gegen einzelne Personen, koordinierte Angriffe, Bedrohungen, Erpressung sowie das Verbreiten sexualisierter oder demütigender Bearbeitungen von Aufnahmen anderer Personen — auch dann, wenn diese mit Bildbearbeitung oder KI erzeugt wurden.
6. Selbstgefährdung
Nicht erlaubt sind Inhalte, die Suizid, Selbstverletzung oder Essstörungen darstellen, anleiten, verherrlichen oder dazu ermutigen. Erfahrungsberichte und Aufklärung sind erlaubt, solange sie keine Methoden vermitteln. Wenn es Ihnen selbst schlecht geht: Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr kostenlos unter 0800 1110111 und 0800 1110222 erreichbar.
7. Gefährliche Handlungen und illegale Waren
Nicht erlaubt sind Anleitungen zum Bau von Waffen, Sprengsätzen oder Brandsätzen, Mutproben und Challenges mit erheblichem Verletzungsrisiko zur Nachahmung, der Handel mit oder die Bewerbung von Betäubungsmitteln, Waffen, gestohlenen Daten, gefälschten Ausweisen oder Arzneimitteln sowie Anleitungen zu Straftaten.
8. Verletzung der Privatsphäre
Nicht erlaubt ist die Veröffentlichung personenbezogener Daten Dritter ohne deren Einwilligung — Anschrift, Telefonnummer, Arbeitsplatz, Ausweisdaten, Kontodaten (Doxing, § 126a StGB) — ebenso wenig heimliche Aufnahmen aus Wohnungen, Umkleiden oder Sanitärräumen und Aufnahmen, die den höchstpersönlichen Lebensbereich verletzen (§ 201a StGB). Wenn in Ihrem Video andere Personen erkennbar sind, brauchen Sie deren Einwilligung, soweit nicht ausnahmsweise eine gesetzliche Erlaubnis greift (§§ 22, 23 KunstUrhG).
9. Rechte Dritter
Nicht erlaubt sind Videos, Bilder, Musik oder Tonspuren, an denen Sie keine Rechte haben, sowie Marken- und Namensrechtsverletzungen. Das gilt auch für Hintergrundmusik aus kommerziellen Aufnahmen. Rechteinhaber können Verstöße über das Melden-Menü oder per E-Mail an info@offline-events.de anzeigen.
10. Spam, Täuschung und Manipulation
Nicht erlaubt sind Massen- und Wiederholungsuploads ohne eigenen Inhalt, automatisiert erzeugte Interaktionen, gekaufte Likes oder Follower, mehrere Konten zur Umgehung einer Sperre, das Vortäuschen fremder Identitäten, Phishing, Schadsoftware sowie Weiterleitungen auf betrügerische Angebote. Ebenfalls nicht erlaubt ist die Nutzung von shiver zu einem anderen Zweck als dem Veröffentlichen und Ansehen von Videos, insbesondere als reiner Dateispeicher.
11. Irreführende Inhalte mit Schadenspotenzial
Nicht erlaubt sind nachweislich falsche Behauptungen, die geeignet sind, erhebliche Schäden anzurichten — etwa gefährliche medizinische Ratschläge, falsche Angaben zu Wahlterminen und Wahlverfahren oder manipulierte Aufnahmen realer Personen, die als echt ausgegeben werden. Deutlich als solche gekennzeichnete Satire, Meinung und Fiktion sind davon nicht betroffen.
Wie moderiert wird
Die Moderation auf shiver besteht aus drei Stufen.
- Automatische Vorprüfung beim Upload. Jedes hochgeladene Video durchläuft eine technische und inhaltliche Vorprüfung, bevor es im Feed erscheint: Titel, Beschreibung und Hashtags werden gegen Wortfilter geprüft, das Video wird auf Abspielbarkeit und Format geprüft, und je nach Konfiguration werden automatische Klassifizierungsdienste zur Erkennung verbotener Inhalte eingesetzt. Welche Dienste dies sind und wo sie Daten verarbeiten, steht in der Datenschutzerklärung. Ein Beitrag, der die Vorprüfung nicht besteht, wird abgelehnt und nicht veröffentlicht.
- Meldungen aus der Community. An jedem Video, jedem Kommentar und jedem Profil finden Sie ein Melden-Menü. Melden ist ohne besondere Begründung möglich; hilfreich ist eine kurze Angabe, gegen welche Regel der Inhalt aus Ihrer Sicht verstößt.
- Menschliche Prüfung. Jede Meldung und jede automatische Ablehnung, gegen die Widerspruch eingelegt wird, wird von einem Menschen geprüft. Automatisierte Systeme entscheiden bei uns nicht abschließend über dauerhafte Kontosperren.
Wir sind nicht verpflichtet, Inhalte allgemein und anlasslos zu überwachen (Art. 8 DSA). Wir werden tätig, sobald wir von einem möglichen Verstoß Kenntnis erlangen.
Wie Sie melden
In der App: Über das Menü an jedem Video, Kommentar oder Profil auf „Melden" tippen, den passenden Grund auswählen und die Meldung absenden. Sie erhalten eine Bestätigung in der App.
Ohne App oder für rechtlich begründete Meldungen (Art. 16 DSA): per E-Mail an info@offline-events.de. Bitte geben Sie an, welcher Inhalt betroffen ist (Link oder Benutzername und Videotitel), worin der Verstoß liegt und wie wir Sie erreichen. Bei rechtswidrigen Inhalten helfen uns eine kurze Begründung und die Versicherung, dass Ihre Angaben nach bestem Wissen zutreffen.
Wie lange die Prüfung dauert
| Meldungsart | Bearbeitung |
|---|---|
| Eingangsbestätigung | unverzüglich, in der Regel automatisiert |
| Gefährdung von Minderjährigen, Gewaltandrohung, akute Gefahr | vorrangig, in der Regel innerhalb von 24 Stunden |
| Übrige Meldungen | in der Regel innerhalb von 48 Stunden an Werktagen, spätestens innerhalb von fünf Werktagen |
| Komplexe Fälle (Rechtsgüterabwägung, Urheberrecht, Persönlichkeitsrecht) | in der Regel innerhalb von 7 Tagen, spätestens innerhalb von 14 Tagen; wir informieren Sie über die Verzögerung |
| Widerspruch gegen eine Entscheidung | in der Regel innerhalb von 14 Tagen, spätestens innerhalb von 30 Tagen |
Was bei einem Verstoß passiert
Wir wählen die Maßnahme nach Schwere, Vorsatz und Wiederholung. In Betracht kommen:
- Entfernung oder Sperrung des Inhalts — das Video, der Kommentar oder das Profilelement wird nicht mehr ausgespielt.
- Verwarnung — Sie erhalten einen Hinweis mit Angabe der verletzten Regel.
- Einschränkung der Sichtbarkeit — der Beitrag bleibt
abrufbar, wird aber nicht mehr in
HotoderNearbyempfohlen. - Vorübergehende Sperre des Kontos oder einzelner Funktionen (Upload, Kommentare, Direktnachrichten), in der Regel für 7 bis 30 Tage.
- Dauerhafte Sperre bei schweren Verstößen oder nach wiederholten Verstößen. Bei sexualisierten Darstellungen Minderjähriger, Terrorpropaganda und ernsthaften Gewaltandrohungen sperren wir sofort und dauerhaft.
- Anzeige bei den Strafverfolgungsbehörden, wenn Anhaltspunkte für eine Straftat bestehen; bei Gefahr für Leib und Leben informieren wir die zuständigen Behörden auch von uns aus.
Über jede Maßnahme gegen von Ihnen bereitgestellte Inhalte informieren wir Sie und nennen die tragenden Gründe, die verletzte Regel oder Rechtsvorschrift, ob automatisierte Mittel eingesetzt wurden und wie Sie Widerspruch einlegen können (Art. 17 DSA).
Widerspruch
Wenn Sie eine Entscheidung für falsch halten — sowohl als Betroffene einer Maßnahme als auch als meldende Person, deren Meldung wir nicht gefolgt sind — können Sie ihr innerhalb von sechs Monaten widersprechen: in der App über den Hinweis zur Entscheidung oder per E-Mail an info@offline-events.de mit dem Betreff „Widerspruch". Bitte geben Sie an, welche Entscheidung Sie betrifft und warum Sie sie für unrichtig halten.
Den Widerspruch prüft eine Person, die an der ursprünglichen Entscheidung nicht beteiligt war. War die Entscheidung falsch, stellen wir den Inhalt wieder her bzw. heben die Maßnahme auf und teilen Ihnen das mit.
Unabhängig davon können Sie eine außergerichtliche Streitbeilegungsstelle nach Art. 21 DSA anrufen oder Beschwerde bei der zuständigen Aufsichtsbehörde einlegen. Koordinator für digitale Dienste in Deutschland ist die Bundesnetzagentur, Tulpenfeld 4, 53113 Bonn. Der Weg zu den Gerichten steht Ihnen jederzeit offen.
Die Zest UG (haftungsbeschränkt) ist ein Kleinstunternehmen im Sinne von Art. 19 DSA und damit von Teilen der Pflichten des 3. Abschnitts der DSA-Vorschriften für Online-Plattformen befreit. Die auf dieser Seite beschriebenen Verfahren — internes Beschwerdemanagement, Begründung von Entscheidungen, Fristen — wenden wir insoweit freiwillig an.
Änderungen dieser Richtlinien
Wir passen diese Richtlinien an, wenn sich Recht, Technik oder das Verhalten auf der Plattform ändern. Wesentliche Änderungen kündigen wir in der App an. Maßgeblich ist die jeweils oben genannte Fassung.
Hinweis: Dieser Text ist ein Entwurf und wurde nicht anwaltlich geprüft. Vor dem Livegang bzw. vor einer Store-Einreichung ist eine Prüfung durch eine im IT- und Medienrecht tätige Kanzlei erforderlich.